Von der Kaiserlichen Werft zum Marinearsenal
Wilhelmshaven als Zentrum der Marinetechnik seit 1870  


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Einband:
Gerhard Koop, Kurt Galle, Fritz Klein
1982
Bernard & Graefe Verlag, München
3-7637-5252-8
216
25,5 x 22 x 2 cm
945 g
Ganzleinen-Einband mit illustriertem Schutzumschlag

Inhalt:
Mit 363 Fotos, 6 Zeichnungen/Pläne und einem ausführlichen Tabellenteil

Als wesentlicher Voraussetzung zu ihrer weiteren Entwicklung benötigte die aufstrebende preußische Marine Mitte des vergangenen Jahrhunderts einen Stützpunkt an der Nordsee. Das damals noch oldenburgische Gebiet an der Jademündung bot sich als geeigneter Standort eines "Marine-Etablissements" mit dem für einen Kriegshafen erforderlichen Anlagen an. Aus diesem "Kgl. Preußischen Jadegebiet" entstand eine neue Stadt, die anläßlich der Einweihung der Hafenanlagen im Jahre 1869 den Namen "Wilhelmshaven" erhielt. Mit dem Ausbau der preußischen und deutschen Flotte begann die starke Aufwärtsentwicklung dieser Stadt, die wie kaum eine andere bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges von der Kriegsmarine und einer bedeutenden Werftindustrie geprägt wurde.
Kurz nach Inbetriebnahme des Kriegshafens wurde Danzig und Kiel in Wilhelmshaven am 19. Mai 1870 die dritte Königliche - seit 1871 Kaiserliche - Werft errichtet, die bis 1947 ununterbrochen bestand, während die beiden anderen Werften 1919 privatisiert wurden.
Aufgabe der Marinewerften waren Bau, Ausrüstung und Instandhaltung von Kriegsschiffen. Der qualifizierte Stamm von Facharbeitern sollte auch im Kriegsfall schwierige Reparaturen und besondere Neubauten sicherstellen.
Aus den bescheidenen Anfängen eines Depots und einer Reparaturstette entstand im Laufe der Zeit vor allem zur Realisierung der ehrgeizigen Flottenbauprogramme in Wilhelmshaven eine leistungsfähige Werft zum Bau auch großer Kriegsschiffe.
Während nach dem Ersten Weltkrieg die Entwicklung der Wilhelmshavener Marinewerft zunächst stagnierte, wurde sie dann in den 30er Jahren stark ausgebaut und hatte einen Personalbestand von nahezu 40.000 Beschäftigten.
Mit dem Zusammenbruch 1945 kam auch das Ende der Kriegsmarinewerft, die auf Befehl der Militärregierung 1947 stillgelegt, demontiert und ebenso wie die Hafen- und Kaianlagen gesprengt wurde.
Der Aufbau der Bundesmarine ließ 1956 auch Wilhelmshaven wieder Marinestützpunkt werden. Wie schon 100 Jahre zuvor benötigte eine junge Marine technische Einrichtungen, um die übernommenen, angekauften oder geliehenen Schiffe und Boote instand setzen und kriegsmäßig herrichten zu können. Damit schlug 1957 die Geburtsstunde des Marinearsenals Wilhelmshaven, das seit 25 Jahren an der traditionsreichen Stelle der alten Kaiserlichen Werft entsprechend seiner Hauptaufgabe Marinefahrzeuge und landgebundene Schulungsanlagen instand setzt.
Die Entwicklung von der Kaiserlichen Werft bis zum Marinearsenal zeichnet die vorliegende Dokumentation in allen Stationen nach, illustriert durch eine Auswahl von über 350 meist unveröffentlichten Abbildungen und neun Werftplänen. Darstellung und Illustrationen machen deutlich, wie sehr die Entwicklung einer Institution zum Spiegelbild der wechselhaften deutschen Geschichte der letzten 125 Jahre werden kann.

Geleitwort
Vorwort der Verfasser
Die Gründung
Vom Arsenal zur Kaiserlichen Werft
Von der Kaiserlichen Werft zur Kriegsmarinewerft
Bildteil
Der Schiffbau bis 1945
Der Zweite Weltkrieg
Kapitulation und Demontage
Bildteil
Das Marinearsenal 1957-1981
Bildteil
Betriebsfahrzeuge und -anlagen

Anhang

Die Oberwerft- und Arsenaldirektoren von Wilhelmshaven
Tabellen
Organisationsplan der Marineweft Wilhelmshaven in den 20er Jahren
Organisationsplan des Marinearsenals Wilhelmshaven (Mitte der 60er Jahre)
Organisationsplan des Marinearsenals ab 1974
Die Belegschaftsstärken der Marinewerft und des Marinearsenals
Liste der Schiffe und Fahrzeuge, die von der Marinewerft gebaut wurden
Werft- und Hafeneinrichtungen bis 1945
Betriebsfahrzeuge und Hilfseinrichtungen des Marinearsenal
Pläne und Skizzen
Das Verwaltungsgebäude mit Tor I
Situationsplan der Kaiserlichen Werft vom Jahre 1885
Ein Plan von Wilhelmshaven und Umgebung aus dem Jahre 1896
Wilhelmshaven im Oktober 1907
Die Folgen von fünf Plänen demonstriert die Entstehung von Wilhelmshaven und seiner Werft
Die Hafenentwicklung
Die Hafenbauer
Projektierter Plan vom Juli 1938
Abkürzungen/Erläuterungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Register
Quelle & ©: Bernard & Greafe Verlag
letzte Änderung: 22.10.2016
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