Unter der Trikolore
Kampf und Untergang der französischen Marine im zweiten Weltkrieg
   
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La Marine Francaise pendant la seconde guerre mondiale
Paul Auphan, Jacques Mordal
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1958
Hachette
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- g
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Paul Auphan, Jacques Mordal
Siegfried Engel (Konteradmiral a.D.)
1964
Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg
339
21,5 x 13,5 x 4,2 cm
543 g
Leineneinband mit illustriertem Schutzumschlag
 

Inhalt:
     
Am frühen Morgen des 3. Juli 1940 erschien ein Geschwader britischer Seestreitkräfte vor dem französischen Flottenstützpunkt Mers-el-Kebir in Nordafrika und stellte dem Befehlshaber der dort liegenden Flotte ein Ultimatum: Er solle seine Schiffe nach England überführen oder sie selbst versenken. Admiral Gensoul weigerte sich, so offensichtlich gegen die Befehle seiner Regierung zu handeln, und wies das Ansinnen zurück. Darauf eröffneten die Engländer das Feuer auf die Verbündeten und Freunde von gestern. Ein kurzes, heftiges Gefecht entbrannte, bei dem mehrere der fast unbeweglichen französischen Schiffe schwer getroffen wurden.

Das <Drama von Mers-el-Kebir> zeigte die tiefe Kluft, die mit dem Abschluß des deutschfranzösischen Waffenstillstandes zwischen Großbritannien und Frankreich aufgerissen war. Die britische Regierung sah in dieser dunklen Stunde ihre einzige Hoffnung in der den Deutschen überlegenen Marine. Der Gedanke, die vorzügliche französische Flotte könne den Deutschen in die Hände fallen, erfüllte sie mit tiefer Sorge. Weder der im Waffenstillstandsvertrag enthaltene Verzicht Deutschlands, Ansprüche auf die Flotte geltend zu machen, noch das feierliche Versprechen französischer Admirale gegenüber ihren britischen Waffengefährten, sie würden eine Beschlagnahme der Kriegsschiffe durch den gemeinsamen Gegner niemals zulassen, boten den Engländern genügend Sicherheit. Churchill befahl die Aktionen gegen die französische Flotte, obwohl die Berechtigung dazu ebenso fragwürdig war wie der Nutzen.
Selten ist das Schicksal der Marine einer großen Nation auf tragischere Weise in die Politik verstrickt worden. Zudem stürzten die Ereignisse die Offiziere der meist außerhalb eines etwaigen deutschen Zugriffs liegenden französischen Kriegsschiffe in einen schweren Gewissenskonflikt: Sollten sie dem Befehl aus der Heimat folgen, die Waffen niederzulegen, oder sollten sie an Englands Seite weiterkämpfen? Für die meisten gab es darauf nur eine Antwort, der rechtmäßigen Regierung auch in schwerer Zeit die Treue zu halten. Dieses Buch berichtet mit dem Abstand eines Vierteljahrhunderts, über jene dramatischen Ereignisse.

Die beiden Autoren waren nach ihren eigenen Worten «tief in die Tragödie verstrickt». Admiral Paul Auphan leitete im Kriege als Staatssekretär die Geschicke der französischen Marine, bis er die Politik Lavals nicht mehr vertreten konnte und aus der <Vichy-Regierung> ausschied. Jacques Mordal hat sich durch zahlreiche Veröffentlichungen einen Namen als Marine-Historiker gemacht.

Ihr Werk wurde nach jahrelangen Studien in dem Bemühen geschrieben, der historischen Wahrheit über dieses von zahlreichen subjektiven Äußerungen verworrene Kapitel des Krieges einen großen Schritt näher zu kommen.

Einführung
Vorwort
Vorwort zur deutschen Ausgabe

I. TEIL - Die Marine im Kriege
1. Die maritime Tradition Frankreichs
2. Die Marine am Vorabend des zweiten Weltkrieges
3. Die Eröffnung der Feindseligkeiten
4. Der Schutz der Seestraßen
5. Auf der Suche nach einer Strategie
6. Das Norwegen-Unternehmen
7. Frankreich überrannt
8. Das Wunder von Dünkirchen
9. Der Fall der französischen Atlantikhäfen
1o. Fünfzehn Tage Krieg im Mittelmeer
11. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und der Achse
12. Der mißverstandene Artikel 8
13. Das Drama von Mers-el-Kebir

II. TEIL - Die Wahrung des nationalen Erbes
14. Marinepolitik im Zeichen des Waffenstillstandes
15. Die freie französische Flotte
16. Frankreichs Ernährung während des Waffenstillstandes
17. Verteidigung des Imperiums
18. Die Krise im fernen Osten

III. TEIL - Wieder im Kampf
19. Die anglo-amerikanischen Landungen in Nordafrika
20. Tragödie und Wendepunkt
21. Ganz Frankreich besetzt
22. Die Tragödie von Toulon und Bizerta
23. Neugruppierung an der Seite der Alliierten
24. Französische Operationen zur See 1943 - 1944
25. Die Marine im besetzten Frankreich

IV. TEIL - Die Heimkehr
26. Die Normandie - Beginn der Befreiung
27. Die Landungen in der Provence und bei Toulon
28. Paris und der letzte Winter
29. Die Marine in Indochina
30. Eine bittere Einigung
31. Schluß

Anhang
Register
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letzte Änderung: 22.04.2019
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