S.M.S. Emden 1909 bis 1914
Schicksal eines Kleinen Kreuzers  


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damaliger Preis:
Peter Günter Huff
1994
Verlag Hamecher, Kassel
3-920307-49-6
300
24,5 x 33,5 x - cm
ca. 2500 g
Leineneinband mit illustriertem Schutzumschlag
148,- DM

Inhalt:
  Der am 26. Mai 1908 in Danzig vom Stapel gelaufene Kleine Kreuzer S.M.S. "Emden" verließ am 12. April 1910 Kiel. Nach kurzem Aufenthalt in Buenos Aires lief er durch die Magellan-Straße in den Pazifik, wo er zum Kreuzergeschwader stieß, mit dem er Tsingtau, seinen neuen Stützpunkt, anlief. Von Tsingtau aus unternahm das Schiff die unterschiedlichsten Reisen im ostasiatischen Raum, beteiligte sich aom 28. Dez. 1910 bis 14. März 1911 auch an der Niederwerfung eines Eingeborenenaufstandes auf der Insel Ponape (Karolinen), griff im Aug. 1913 in die chinesischen Unruhen ein und versah im übrigen seinen Routinedienst, seit dem 28. Mai 1913 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Karl v. Müller (*16. Juni 1873, +11. März 1923).
Nachdem das Schiff am 3. Aug. 1914 in Tsingtau die Nachricht vom Ausbruch des Krieges erhalten hatte, stieß v. Müller in die Koreastraße vor, wo er bereits am nächsten Tag den russischen Dampfer "Rjäsan" kaperte, der dann zum Hilfskreuzer "Cormoran" ausgerüstet wurde.
Die "Emden" wurde vom Chef des deutschen Ostasiengeschwaders Graf Spee zum Kreuzerkrieg in den Indischen Ozean detachiert. Anfang Sept. traf sie im Golf von Bengalen ein, der als erstes Operationsgebiet ausersehen war. Die Meere iúm Indien waren für den Kriegseinsatz besonders vielversprechend, denn ein erheblicher Teil des englischen Nachschubs für den europäischen Kriegsschauplatz ging über die zahlreichen dort verlaufenden Seewege. Folgerichtig gelang es "Emden" in der Zeit vom 10. Sept. bis 9. Nov. 1914, über 20 feindliche Schiffe aufzubringen. Ein besonders kühnes Unternehmen war das am 28. Okt. durchgeführte handstreichartige Eindringen in den HAfen von Penang, wo der russische Kleine Kreuzer "Schemtschug" und der französische Torpedobootzerstörer "Mousquet" versenkt wurde, was einen englischen Marinesachverständigen zu der Feststellung bewog: "Einen Vorfall, wie den gestrigen, haben die meisten Marinefachleute als unmöglich bezeichnet."

Abkürzungen
Kartenverzeichnis
Heyo Aden-Emden. Geleitwort
Einleitung
  Kapitel 1 Bauzeit und Probefahrten
Chronik
  Kapitel 2 Indienststellung und Ausreise von Europa nach Ostasien
Chronik
Tagesablauf eines Kaiserlichen Kriegsschiffs im Hafen
  Kapitel 3 Standort und Stützpunkt Tsingtau
  Kapitel 4 Ostasien- und Südseereisen
Chronik
  Kapitel 5 Kriegseinsatz
Chronik
  Kapitel 6 Das Gefecht mit H.M.A.S. "Sydney"
Chronik
  Kapitel 7 Das Landungskorps S.M.S. "Emden"
Chronik
  Kapitel 8 Gefallenen- und Verwundetenliste
  Kapitel 9 Das Wrack S.M.S. "Emden" und das spätere Schicksal der Besatzung
  Kapitel 10 "Emden"-Tradition
  Kapitel 11 Relikte und Unterwasseraufnahmen heutiger Zeit
 
Literatur
 
  Karte 1 Kaiserlicher Werft Danzig, Lageplan M. 1:5000
  Karte 2 Ausreise S.M.S. "Emden" von Europa nach Ostasien April bis Sept. 1910 mit den täglichen Mittagspositionen, Kohlenübernahmeorten und Auslands-Stationen der Maiserlichen MArine, rekonstruiert anhand von Besteckauszügen. - Da "Emden" mit Magnetkompassen ausgerüstet war, beziehen sich alle in der Folge angegebenen Kursangaben, ob in Strich oder in Graden, auf den magnetischen Nordpol, sind also mißweisend (mw).
  Karte 3 Plan von Tsingtau und Umgebung
  Karte 4 Reisen S.M.S. "Emden" 1910/1911, - Aufbauend auf einer Original-Treckkarte der "emden" und aufbereiteten Unterlagen aus dem Bundesarchiv/Militärarchiv, Freiburg, werden die Reisen jahresweise auf den Karten 4, 6, 7 und 8 dargestellt; die Legenden der Karten geben die Zeiten der Reisen an
  Karte 5 Die Operationen gegen Dschokadsch-Inseln, Palikir-Tomara und Nankiop mit den Positionen der Schiffseinheiten vor Eröffnung des Angriffes auf die Dschokadsch-Spitze, einer der Hauptstellungen der Rebellen.
  Karte 6 Reisen S.M.S. "Emden" 1912
  Karte 7 Reisen S.M.S. "Emden" 1913
  Karte 8 Reisen S.M.S. "Emden" 1914
  Karte 9 Operationen S.M.S. "Emden" von Aug. bis Nov. 1914; Reiserouten "Ayesha" und "Choising"
  Karte 10 Beschießung der Hafenanlage von Madras (Indien) durch S.M.S. "Emden" am 22. Sept. 1914
  Karte 11 Unternehmung S.M.S. "Emden" im Hafen vor Penang (Malaya) am 28. Okt. 1914
  Karte 12 Unternehmung S.M.S. "Emden" im Hafen von Penang am 28. Okt. 1914
  Karte 13 Rekonstruktion des Gefechtes zwischen S.M.S. "Emden" und H.M.A.S. "Sydney" am 9. Nov. 1914 bei den Coco-Inseln (Keeling Islands) im Indischen Ozean. Auf der Karte ist der zeitliche Verlauf des Gefechtes sowie die Kaperung und Versenkung des Begleitdampfers "Buresk" am 9. Nov. rekonstruiert. - Für die Karte wurden ausschließlich Unterlagen aus australischen Quellen benutzt. Als Hauptgrundlage diente eine Gefechtsskizze von Commander Albert M. Baker, RAN, kartiert im Frühjahr 1915. Auch die Daten über das Gefecht "Emden"/"Sydney" aus dem Gefechtsbericht von Capitain Glossop, CB, RN, Kommandant auf H.M.A.S. "Sydney", an das Navy Department der australischen Marine wurden eingearbeitet. Zusätzlich sind Daten aus dem Schiffstagebuch der "Sydney" berücksichtigt worden. - Der Unterschied zwischen der hier neu gezeigten Skizze und der üblichen Version vor allem in der deutschen Literatur besteht darin, daß sie aus realistischen Daten rekonstruiert wurde, während die deutsche Skizze über das Gefecht "Emden"/"Sydney" lediglich nach den Erinnerungen der überlebenden Offiziere der "Emden" - auf der während des Gefechtes alle Schiffstagebücher vernichtet worden sind - entworfen wurde und daher recht ungenau ist
Quelle & ©: Verlag Hamecher
letzte Änderung: 16.10.2016
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