Durch Passate und Taifune
Zwölf Jahre auf Segelschiffen - Erlebnisse eines deutschen Seemanns
6. - 10. Auflage


 
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Einband:
Christian Herjett
1938
Im Bärenreiter-Verlag zu Kassel
255 (+ Karte)
23,4 x 15,5 x 1,9 cm
550 g
Halbleineneinband mit illustriertem Schutzumschlag
 



Inhalt:
In diesem Buche läßt uns der Verfasser an seinen Erlebnissen und Abenteuern teilnehmen und erschließt unseren Augen eine Welt voll Romantik, Gefahren und geheimnisvoller Schönheit. Seit fünf Jahren schon denkt der Fünfzehnjährige an nicht als in die Welt zu fahren. Sein Vormund aber bestimmt anders: er soll Kaufmann werden. Christian schweigt und wartet. Mag der Vormund auch schimpfen und drohen und ihn stramm halten, aber einen Niedersachsenschädel kann man nicht drehen. Und richtig: eines Tages ist Christian Herjett Schiffsjunge auf einem Ost-Indienfahrer.
Nun tut sich in Wahrheit die Welt vor Christian auf. Nicht nur Wunder der Welt mit ihren größen Städten, Inseln und Ländern, sondern auch die Welt einer harten, oft bitter harten Schule. Wer auf einem Segelschiff fahren will, der muß nicht nur Abenteuerlust in den Knochen haben, sondern auch Trotz und Energie, harte Fäuste und den Ehrgeiz, mehr zu leisten als andere. Bald ist Christian einer der besten Matrosen. Wo er neu angemustert wird, liest der Kapitän aus den Papieren, das er in Ihm einen Matrosen heuert, wie er einen besseren nicht bekommen kann.
So fährt Christian durch die Welt, von Boston nach Havanna, von Montevideo nach Hongkong, nach Buenos Aires, nach San Franzisko, zurück zur alten Welt, nach London und wieder nach Kapstadt und Batavia, er lernt die Südsee kennen und die Geheimnisse von Afrika, er geht in Südamerika an Land und kennt sich in Indien aus. Nachdem er lange Jahre gefahren hat, packt ihn die Sehnsucht nach der Heimat.
Aber es wird ihm nicht leicht gemacht. Einmal will ihn die junge schöne Florenze, die Tochter seines argentinischen Gastfreundes, halten. Ein andermal bietet ihm der Kapitän Tom Richard an, ihn auf seine Kosten zum Steuermann ausbilden zu lassen.
Steuermann! Heiliger Klabautermann, das ist ein Angebot! Sehnsucht aller Fahrensleute! Christian hat schwere Tage. Dann steht er wieder vor seinem Kapitän. "Käpt'n, ich kann nicht!" "Himmelkreuzdonnerwetter, warum denn nicht?" Da kommt es heraus, leise, zögernd: "Es wird mir schwer genug. Ich weiß ja, wie schön die Welt ist. Aber schöner als alles ist doch die Heimat, ist Deutschland. Ich muß zurück"
Diese Sprache weiß der Kapitän zu schätzen, sie paßt so gut zu Christian Herjett, das er ihn nur noch um so lieber hat. Diese Freundschaft wird ein ganzes Leben hindurch halten.

Vorwort

Erste Reise
Rostocker Bark "Joachim Christian" von Hamburg nach Ost-Indien, zurück durch die Sundastraße nach Glasgow
Elternlos - Von zuhause fortgelaufen - Ankunft in Hamburg - Ohne Erlaubnis des Vormunds keine Heuer - Angemustert - An Bord der Bark Joachim Christian - Im ersten Sturm - Verpflegung an Bord - Passate und fliegende Fische - Schiff in Not - Albatrosse und Kaptauben - Durchgebrannt - Robinsonleben - Polizei erscheint - Wieder an Bord - Neuer Fluchtversuch - Wieder nach Europa - Affen an Bord - Der Runner in Glasgow

Nord- und Ostseefahrten
a) Schonerbrigg „Netz“ von Glasgow nach Danzig
b) Schoner „Gesine“, besonders hervorzuheben aus den vielen Reisen die nach Befast und Memel
Seemannsleben - Schonerbrigg Metz - Skagerrak und Kattegatt - In der Heimat - Koch auf der Gesine - Sturm an Wolfersrock - Der Kapitän will mich halten - Strandungsgefahr bei Memel

Zweite Reise
Mit Dampfer nach New-York
Auf einem Frachtdampfer nach New-York - Einfahrt in New-York

Dritte Reise
Beginnendes Yankee-Sailortum. Von New-York nach Amsterdam auf der Novascotia-Bark „Galatea“. Auf Novascotia-Bark „J.F.W. Spenzer“ zurück nach New-York
Beim Runner - Yankee Sailor - Anheuerung - Auf der „Galatea“ - Shanty-Singen - Begegnung mit Graf Luckner - Englisch Spoken - Fahrt in Stürmen - Drei Mann ertrinken - Abmusterung - In Amsterdam - Novascotia-Vollschiff „J.F.W. Spencer“ - Wieder in New-York - Weltstadt

Vierte Reise
Auf amerikanischem Walfischfänger „Good Hope“ von New-York bis zum Südpolargebiet. Auf Rückreise nach New-York Rettung der Besatzung eines brennenden Seglers
Shangheit! - Walfischfänger „Good Hoope“ - Ein Leidensgefährte - Weiße und Neger - Kapitän und Besatzung - Wohin die Reise - Walfische überall - Walfisch an Bord - Der fliegende Holländer - Skorbut - Ein Schiff in Flammen - Wie kann ein Schiff brennen? - Deutsche helfen - 1400 Dollar! - Berühmt geworden - Zum Zirkus? - In der Straße der Verlorenen - Die Heilsarmee hilft - In der Niggertown - Maria - Maria erzählt

Fünfte Reise
Schoner-Brigg „Mary“ von New-York nach Havanna, anschließend Arbeiten am Panama-Kanal. Zurück nach Boston
An Bord der Schoner-Brigg „Mary“ - Der Steuermann erstochen - Meine Meinung  - Manuel flieht - In Havanna - Zum Panama-Kanal - Erdarbeiter in Aspinwall - Koch in Panama - Im Krankenhaus - Der sterbende Nigger - In Boston

Sechste Reise
Novascotia Dreimastschoner „Lady Nairn“ von Boston nach Rosaria in Argentinien, zurück nach Brunswick U.S.A.
Dreimastschoner „Lady Nairn“ - Ein ideales Schiff - Gute Fahrt - Haifischfang - Die drei Holländer erzählen - Plötzlich Sturm - Auf dem La Plata - Rosario erreicht - Eine deutsche Familie - Hacienda - Florenze lehrt reiten - An den Salzseen - Willst du Farmer werden? - Wieder an Bord - Gute Fahrt - Ich kann Steuermann werden - Ich liebe Deutschland - Mikel betrinkt sich - Mikel tobt

Siebente Reise
Auf einer Bark von Brunswick U.S.A. nach Buenos Aires. Anschließend mit schwedischem Flußdampfer auf dem Paraná
Neue Heuer - Das nennt sich Verpflegung - Die Quarantäne-Flagge - Wer war der Täter? - Meuterei an Bord - Handgemenge in der Kajüte - Polizei auf dem Schiff - Befreiung der Kameraden - „One eyed Frisco Wilson“ - Auf einem Flußdampfer - Helvetia - Jan mit einem Bein - Florenze kommt - Reise mit Florenze - Beim Deutschen Konsul

Achte Reise
Ostfriesische Kuff „Tönjes“ von Buenos Aires nach Sao Franzisco in Brasilien, zurück nach Montevideo
An Bord der Kuff „Tönjes“ - Sao Francisco-Montevideo

Neunte Reise
Norwegische Bark von Montevideo über Insel Barbados nach Pensacola
Wir fahren „for Ordre“ - In Barbados - Schildkrötenfang - Jamaika - Negeraufstand - Nach Pensacola - Modernes Piratentum - Lynchjustitz

Zehnte Reise
Novascotia Vollschiff „J.F. Withney“ von Pensacola nach Bilboa, von dort nach Cardiff, anschließend Reise nach Deutschland
Nach Europa - Golfstrom - Gewitter auf See - Nach Bilboa - In England - In die Heimat - Verhör im Rathaus

Zweieinhalb Jahre bei der Kaiserlichen Marine

Elfte Reise: an Bord deutscher Kriegsschiffe
Eintritt in die Marine - Militärische Ausbildung - Nach Kamerun - Ankunft in Kamerun - Dienst an Bord - Segelexerzieren - Landungsmanöver - Wäsche an Bord - Kamerun - Land - Frauen in Kamerun - Baby an Bord - Scheibenschießen - Tropenleben - Schönheit und Gefahren der Tropen - Tsetse-Fliegen - Schlafkrankheit - Brasilien - Im Reich der Victoria regia - Blutgierige Fischschwärme - Der züngelnde Tod - Palava - Nach Kapstadt - Am Äquator - Neptun redet - „Taufe“ - Anabon - Quincaillerien - Von Hafen zu Hafen - Lazarett - Kapstadt - Bei der Heilsarmee - Sturz ins Trockendock - Arbeit in der Offiziersküche - Negeraufstand in Bissagos - Aufstand in Kamerun - Sturm auf Abo - Abschied von Kamerun - Wieder in Wilhelmshaven - Urlaub - Abteilungsordonanz - Obermatrose - Manöver - Entlassung

Zwölfte Reise
Deutsche Bark „Elisabeth Rickmers“ nach Ostindien (Rangoon), zurück nach Gestemünde, als Nothafen Lissabon angelaufen
Wieder auf einem Segelschiff - Fata Morgana - Elmsfeuer - Seemannsaberglauben - Meeresleuchten - Fahrt auf Leben und Tod - Windstille - Beinahe Schiffszusammenstoß - Rangoon - Und nun ans Land! - Hafenviertel - Hindutown - Geishatown - Die Kulis - Katzen an Bord - In Eisen gelegt! - Darf man rauchen! - Das Schiff leckt immer mehr - Nach Lissabon - Gefahren im Kanal - In Bremerhaven - Hildesheim, Kassel, Hildesheim

Dreizehnte Reise
Englische Bark „Helen“ von Bremerhaven nach West-Indien und New-York
An Bord der Bark „Helen“ - Gefährliche Windstille - Essen unter der Back! - Westindien - Die sinkende Brigg - Wieder in New-York - Old Dan’s Seemannsheim

Vierzehnte Reise
Auf amerikanischer Viermastbrack „Iron Prince“ 1 ½ mal um die Welt. Von New-York nach Australien, Batavia, Hongkong, San Franzisko, Liverpool
An Bord oft he „Iron Prince“ - Landratten an Bord! - Wehe Euch! - Der erste Tote - Was soll werden? - Ich werde Bootsmann - Drei Mann über Bord - Wie nun weiter? - Alarmruf von Vorderdeck - Die Mannschaft will meutern - Ich soll mitmachen - Schwere Erwägung - Der Schiffszimmermann hilft - Nach Kapstadt als Nothafen - In Kapstadt - „Black Sophie“ - Bar „Of Old England“ - Meine Freundin Marja - Reisen mit Marja - Neue Mannschaft - Nach Australien - Treibende Wracks - Die Insel der verlorenen Schiffe und das Sargassameer - Ankunft in Freemantle - Raum ohne Volk - Volk ohne Raum - Im Hafen von Freemantle - Krakatau - Ostindien - In Batavia - „Meerweibchen“ - Im Chinesischen Meer - Wer kann kochen? - Schiffskoch - Von der Kapstädter Meuterei - Das Lob am Kapitän - Labsalben - und Streichen - und Scheuern - St. Franzisko - Gold am Sacramento - Frisco sollte uns entschädigen - Schoeblack - American-Bar - Tanzgirls - Eine andere Bar - St. Franzisko - Nach Europa - Passatwinde - Schön ist die Seefahrt… - Mann über Bord - Kap Horn - „Alle Mann an Deck!“ - Lähmende Windstille - Orkan an Kap Horn - Zum letzten Mal: Atlantik - Ende der Seefahrt - Kaufmann in Kassel - Ausklang
Quelle & ©: Im Bärenreiter-Verlag zu Kassel
letzte Änderung: 26.11.2017
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