Die Kriegsflotte (Titelblatt)

 
Die Kriegsflotte
Inhalt:
Der Militärverlag der DDR legt den Nachdruck eines im 18. Jahrhun­dert erschienenen Werkes über die Kriegsflotte vor. Wie sein Autor im Vorwort sagt, war es für die Ausbildung junger Offiziere der fran­zösischen Flotte bestimmt. Auf den ersten Blick schon bestechen die Anschaulichkeit und das Bemühen des Autors, sich möglichst kurz zu fassen und eine hohe Übereinstimmung zwischen Text und Illustrationen zu erreichen, aber auch Stiche und Skizzen weitgehend aufeinander abzustimmen. Um annähernd konkrete Vorstellungen beim Leser und Betrachter zu erreichen, bemühte er sich sogar um eine maßstabgerechte Größenwiedergabe der einzelnen Schiffstypen.
Nicolas-Marie Ozanne wurde 1728 im Atlantikhafen Brest geboren und wurde als Kupferstecher und Ingenieur bekannt. Sein Werk umfaßt viele Stiche und Radierungen, Hafenansichten und Schiffsbilder. Hafenansichten von Le Havre entstanden zum Beispiel, als er Ludwig XV. auf einer Reise begleitete. Nachdem Ozanne bereits zum Maler der Marine berufen worden war, gehörte er seit 1762 dem Militärgeographischen Büro an. Für die originalgetreue Wiedergabe und Beschreibung der einzelnen Schiffstypen des vorliegenden Lehrbuchs verbürgt sich der Autor auch durch sein Schaffen als Konstrukteur. Im Jahr 1766 entwarf er zum Beispiel die Konstruktionsunterlagen für die Fregatte »Aurore«. Er hinter­ließ auch ein Lehrbuch der Navigation. Ozanne starb 1811 in Paris.
Sein Buch hat er einem Günstling der Pompadour gewidmet, dem Herzog Ütienne Fran~ois von Choiseul-Amboise. Dabei muß ihn nicht unbedingt Vereh­rung geleitet haben. Es war ein durchaus üblicher Weg, die Zensur zu umgehen. Außerdem liegt aber nahe, daß er sich von diesem Schritt einen größeren Erfolg seiner Arbeit versprach. Der Herzog war nach seinem Dienst als Offizier und Diplomat von 1758 bis 1770 Minister Ludwigs XV., unter anderem Außen- und Kriegsminister. In dieser Zeit reformierte er die französische Armee, es entstanden neue Militärschulen. Große Aufmerksamkeit widmete er der französischen Flotte. Hofintrigen führten 1770 zu seinem Rücktritt.
Bei der Vorbereitung des Nachdrucks ließ sich der Verlag davon leiten, das Werk durch eine Übersetzung des Textes dem Leser zu erschließen und dabei Sprache und Anliegen des Autors zu wahren. In einigen Fällen wurden zum besse­ren Verständnis Erläuterungen hinzugefügt und in eckige Klammern gesetzt. Einige falsche Hinweise im französischen Text auf Details in Stichen oder Skizzen wurden stillschweigend berichtigt, Abkürzungen aufgelöst, während Abweichun­gen des Inhaltsverzeichnisses zu den Überschriften der Tafeln geduldet wurden.
Für den Nachdruck stellte die Bibliothek des Militärgeschichtlichen Instituts der DDR ihr Exemplar zur Verfügung. Ihr sei dafür gedankt. Die Übersetzung lag in den Händen von Gisela Raasch (Intertext). Besonderer Dank gilt Fregattenka­pitän d. R. U. Israel, der viele Hinweise gab und die Bearbeitung des Textes über­nahm.
Quelle & ©: Militärverlag der DDR, Giesla Raasch, U. Israel
letzte Änderung: 08.10.2016
Oder Sammlung der verschiedenen Schiffe, die dem Krieg dienen, mit anschließender Beschreibung der Manöver, die bei Gefechten sowie beim Angriff auf Häfen und bei deren Verteidigung am häufigsten Anwendung finden

Nachdruck und Übersetzung der Pariser Ausgabe Marine Militaire
ou Recueil des differens Vais Seaux qui servent Ala Guerre Suivis des Manoeuvres qui ontleplus de raport au Combat ainsi Qua L'ataque et la Deffense des Ports.
original Ausgabe Lizenzausgabe
franz. Titel:
Autor:
orig. Ausgabejahr:
Marine Militaire
Nicolas-Marie Ozanne
18. Jahrhundert
Übersetzung & Bearbeitung:
Verlag:
ISBN:
Erscheinungsjahr:
Seiten:
Abmessungen:
Gewicht:
Abmessungen:
Gewicht:
Gisela Raasch, U. Israel
Militärverlag der DDR
3-327-00741-1
1989
113 (+eine Karte zum ausklappen)
22 x 14,9 x 1,3 cm (ohne Schuber)
324 g (ohne Schuber)
22,7 x 15 x 1,6 cm (mit Schuber)
397 g (mit Schuber)
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