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Lutz Bengelsdorf
Uwe Dollowski (Lektorat)
Rolf Wernet (Buchgestaltung)
2008
Verlag H. M. Hauschild GmbH, Bremen
978-3-89757-404-5
180
24 x 17 x 1,6 cm
611 g
Illustrierter Kartoneinband

 
Der Seekrieg in der Ostsee 1914 - 1918
Inhalt:
Vorwort
Das Kriegsjahr 1914  
Die Lage in der Ostsee vor Kriegsausbruch     
Beginn der Kampfhandlungen  
Die zwei Vorstöße von Konteradmiral Mischke           
Der erste Vorstoß von Konteradmiral Behring 
Einsatz von Teilen der Hochseeflotte in der Ostsee      
Einsatz zur Unterstützung der Armee   
Der zweite Vorstoß von Konteradmiral Behring           
Britische Unterseeboote in der Ostsee 
Der dritte Vorstoß von Konteradmiral Behring
Die Blockade von Libau         
Minenschiff „Deutschland“ in der Bottensee     
Erkundung der Alandinseln      
Letzte Ereignisse vor der Winterpause 
Die Operationen der baltischen Flotte im Jahr 1914  

Das Kriegsjahr 1915  
Die Winterpause Anfang 1915
Die Ostseestreitkräfte im April 1915   
Die Eroberung von Libau        
Deutsche Minenoffensive        
Das Gefecht bei Östergarn      
Die Kurlandoffensive
Der erste Angriff auf den Rigaischen Meerbusen          
Der zweite Angriff auf den Rigaischen Meerbusen        
Von der Offensive zur Defensive         
Die andere Seite der Ostsee    
Die gegnerische Unterseeboot- und Minenoffensive  

Von Anfang 1916 bis zum Angriff auf die Baltischen Inseln
Heringslogger statt Kreuzer: Die Ostseestreitkräfte 1916         
Stellungskrieg auf See 
Handelskrieg in der Ostsee     
Kleinkrieg in Irbenstraße und Rigaischem Meerbusen  
Kämpfe am Finnischen Meerbusen      
Die Fortsetzung des Krieges im Jahr 1917       
Fortsetzung des Kleinkrieges in Irbenstraße und Rigaischem Meerbusen 

Die Eroberung der Baltischen Inseln
Operationsplan „Albion“
Die Bereitstellung der Streitkräfte
Die Landung auf Ösel
Der Kampf um die Kassar-Wiek und den Rigaischen Meerbusen
Das Ende des Seekrieges im Jahr 1917

Der Kampf um das unabhängige Finnland
Finnland
Die deutsche Hilfe für Finnland
Die Finnland-Unternehmung
Frieden im Krieg - Die Ostsee 1818
Schlusswort des Autors

Karten
1. Übersichtskarte Ostsee
2. Die Ostseezugänge
3. Der Finnische Meerbusen
4  Die Kurländische Küste
5. Der Rigaische Meerbusen
6. Die Baltischen Inseln

Anlagen
Dokument 1: Abschrift des Briefes von Großadmiral von Tirpitz an Kaiser Wilhelm II. vom 8. November 1915 über den Stand der
Unterseebootabwehrmaßnahmen
Dokument 2: Die Vereinbarung über die Besetzung der Alandinseln
Dokument 3: Das Hangö-Abkommen vom 5. April 1918

Quellen- und Literaturverzeichnis

VORWORT
Eigentlich wollte ich dieses Buch nicht schreiben, sondern einfach nur kaufen und lesen. Als ich jedoch eine ausführliche Gesamtdarstellung des Seekrieges im 1. Weltkrieg suchte, musste ich feststellen, dass es eine solche auf dem Büchermarkt nicht gibt. Während es zu einigen Themen, genannt sei der Kreuzerkrieg, speziell die „Emden", ausreichend Literatur gibt, wurden andere Themen, hier möchte ich insbesondere den Seekrieg in der Ostsee nennen, in der neueren Literatur überhaupt nicht behandelt. Fündig wurde ich im antiquarischen Buchhandel, wo ich die 22-bändige Buchreihe des Marinearchivs „Der Krieg zur See 1914-1918“ fand. Dieses von 1921 bis 1966 erschienene Werk ist die einzige vollständige Darstellung des Seekrieges 1914-1918 aus deutscher Sicht. Leider sind die Bücher heute fast überhaupt nicht mehr erhältlich. Das Lesen dieser in (Alt-)Deutsch geschriebenen Bücher ist für mich am Anfang nicht immer leicht gewesen. Die Autoren des Werkes, es waren durchgehend Offiziere, die an den Kämpfen beteiligt waren, schreiben umfangreich über die Planungen, die Gründe für die damalige Handlungsweise und die Nachbetrachtung der Ereignisse. In den frühen Bänden konnten die Tätigkeiten der feindlichen Marinen nicht ausreichend berücksichtigt werden, weil diese damals noch nicht bekannt waren. So entstand in mir der Wunsch, ein viel kürzeres Werk, in lateinischer Schrift, zu haben, das sich weitgehend auf die vollständige Darstellung der Ereignisse und Kampfhandlungen beschränkt. Mit diesem Werk habe ich dann selbst begonnen; Sie halten heute das erste Buch, „Der Seekrieg in der Ostsee 1914-1918“, in Ihren Händen. Dieses Buch ist keine wissenschaftliche Arbeit und enthält keine neuen Erkenntnisse. In diesem Buch werden alle Kampfhandlungen und sonstigen wichtigen Ereignisse auf dem Ostseekriegsschauplatz aufgezeigt, es richtet sich an geschichtlich Interessierte, „Shiplover“ und Sammler von Schiffsminiaturen, die wissen wollen, wo „ihre“ Schiffe im Einsatz waren. Bei der Klassifizierung der Schiffe habe ich die heute üblichen Bezeichnungen verwendet:
Linienschiffe der Vor-Dreadnought-Periode werden als Linienschiffe, spätere Bauten als Schlachtschiffe bezeichnet. Torpedoboote, die aufgrund ihrer Bauart eigentlich Zerstörer waren, werden als Zerstörer bezeichnet. Die Ortsbezeichnungen sind mit ihren 1914-19-18 gültigen Namen wiedergegeben. Kursiv markierte Textstellen wurden wörtlich aus dem
Werk „Der Krieg zur See 1914-1918" übernommen. Ich danke denen, die mir bei der Arbeit zu diesem Buch geholfen haben: meiner Frau Dagmar, die mich ermuntert hat, dieses Buch zu schreiben, meinem Freund Klaus Froese, der zahlreiche Fehler beseitigt hat, und Herrn Herfried Zimmer, der die Kartenskizzen für dieses Buch angefertigt hat. Ich danke besonders dem Hauschild-Verlag, der die Veröffentlichung dieses Buches ermöglicht hat. Ich hoffe, dass Ihnen das nachfolgende Buch gefällt.

Oberhausen, im Frühjahr 2008
Lutz Bengelsdorf


Über den Seekrieg in der Ostsee im 1. Weltkrieg wurde in den letzten Jahrzehnten wenig geschrieben und berichtet. Die Beherrschung der Ostsee war, meint man heute, für die mächtige deutsche Hochseeflotte nur eine Kleinigkeit. Aber diese Annahme ist falsch! Während die Hochseeflotte in den Nordseehäfen lag, kämpften in der Ostsee zunächst nur wenige, für den Nordseekrieg unbrauchbare Schiffe gegen einen vielfach überlegenen Gegner.
Der Verlauf des Seekrieges wird in diesem Buch fortlaufend geschildert. Es beginnt mit den Flottenstärken bei Kriegsbeginn, den ersten kühnen Vorstößen in den Finnischen Meerbusen, der Unterstützung des Heeres bei der Offensive 1915, dem Wandel des Seekrieges zum Stellungskrieg mit Minen und der Reorganisation der Ostseestreitkräfte für den Handelsschutz. Die Operation „Albion“, die Eroberung der Baltischen Inseln 1917, war die größte Flottenoperation in der Ostsee. Die Unterstützung der finnischen Regierung bei den Kämpfen nach der finnischen Unabhängigkeitserklärung war der letzte größere Einsatz der Kaiserlichen Marine in der Ostsee.
Das Buch beruht im Wesentlichen auf der amtlichen Darstellung in den drei „Ostsee"-Büchern des Marinearchivs. Es ist keine wissenschaftliche Arbeit, sondern möchte dieses spannende Kapitel deutscher Marinegeschichte in kompakter Form all jenen geschichtlich Interessierten zugänglich machen, die das alte Werk „Der Krieg zur See 1914-1918" nicht besitzen.
  Quelle & ©: Lutz Bengelsdorf & Verlag H. M. Hauschild GmbH
letzte Änderung: 01.10.2016
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