Erklärung:
  Der hiermit erneut vorliegende 4. Band des von dem früheren Marinearchiv herausgegebenen Seekriegswerks über den „Handelskrieg mit U-Booten 1914-1918“  war im Jahre 1941 erschienen. Er behandelt den Verlauf des uneingeschränkten U-Bootskrieges vom 1. Februar bis Ende 1917 und damit den bedeutsamsten Abschnitt des Handelskrieges mit U-Booten, denn er brachte die größten Erfolge der U-Bootswaffe sowie den entscheidenden Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den Krieg. Aus militärpolitischen Gründen war der Band bei seinem Erscheinen nicht in den Buchhandel gegeben, sondern nur für den Dienstgebrauch verwendet worden. Er ist dann am Ende des Krieges bis auf wenige Exemplare verloren gegangen.
Daher erschien es unbedingt notwendig, dieses für die Kriegswissenschaft unentbehrliche Buch neu erscheinen zu lassen. Im Einvernehmen mit dem Kriegsarchiv und dem Verlag E . S. Mittler und Sohn habe ich es übernommen, die Reproduktion des Buches in einer beschränkten Auflage auszuführen.

Indes, nicht allein der für das Verstehen des ganzen Kriegsverlaufes und seiner Zusammenhänge unentbehrliche Inhalt des Buches mußte Veranlassung geben, es neu erscheinen zu lassen, vielmehr auch sein anerkannter literarischer Wert.

Im April 1937 hatten die "Berliner Monatshefte" einen Aufsatz des Konteradmirals a. D. Arno Spindler veröffentlicht, der die damals stark umstrittenen Ursachen des Eintritts der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg auf Grund der maßgebenden Dokumente in gleicher
Weise darlegte, wie es bald darauf im 4. U-Bootsband geschah. Im Februar 1939 erschien dann eine Schrift von Sidney B. Fay, Professor an der Harvard Universität, betitelt: „Die Neutralitätspolitik der Vereinigten Staaten.“ Darin sagt der namhafte amerikanische Historiker auf Seite 98 der Zeitschrift unter Bezugnahme auf den genannten Aufsatz der Konteradmirals a. D. Spindler:
„Einiges von diesem Material aus jüngster Zeit ist in dem bemerkenswerten, ausgezeichneten Artikel „Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg“ von Admiral Arno Spindler im Aprilheft 1937 dieser Zeitschrift, Seite 283 - 321, zusammengefaßt.
Ich kenne keinen Aufsatz in englischer Sprache, der diesem an Klarheit, Kürze, Unparteilichkeit und Zuverlässigkeit des Urteils gleichkäme.“

Ein überragendes Werk historischer Sorgfalt und Objektivität nannte der deutsche Historiker Wilhelm Oncken das Werk Spindler. Über den Handelskrieg mit Unterseebooten, als er die entscheidenden Abschnitte des 4. Bandes kennenlernte. Er hob dabei hervor, daß durch die Untersuchungen von Admiral Spindler seine eigene Auffassung über die Gründe des Eintretens Amerikas in den 1. Weltkrieg unter Verwertung aller erreichbaren Quellen eine eindeutige Bestätigung gefunden habe. Onckens Anerkennung galt besonders auch der klaren,
gemessenen Darstellungsweise dieses grundlegenden Werkes; sein Urteil hat mich in meiner Bereitschaft, den Nachdruck des umfangreichen 4. Bandes nebst aller Karten zu wagen, entscheidend bestärkt.

Dr. E. Wildhagen
ehem. geschäftsführender Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Hamburg, Nonnensteig 1, März 1964


Nach Fertigstellung des 4. U-Bootsbandes sind die U-Bootsunternehmungen des Jahres 1918 bereits beim Marinearchiv für den 5. Und letzten U-Bootsband bearbeitet worden, soweit dies aus den Kriegstagebüchern der U-Boote ersichtlich war. Aber es fehlte die in der Friedenszeit übliche dankenswerte Mitwirkung der Historical Section der Britischen Admiralität. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges ist vielmehr das gesamte deutsche Marinearchiv von der britischen Besatzungsmacht beschlagnahmt worden. So gelangte auch das noch unfertige Manuskript des 5. U-Bootsbandes nach London. Bezüglich der Rückgabe besteht noch Ungewißheit.
  Quelle & ©: E.S. Mittler & Sohn
letzte Änderung: 18.03.2017
   
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damaliger Preis:
Arno Spindler (Konteradmiral z.V.)
Dr. E. Wildhagen
1964
559 (+VI)
24,4 x 17,2 x 3,3 cm
21 x 14,5 cm
922 g
Halbleinen
96,- DM
   
 
Der Handelskrieg mit U-Booten
Februar bis Dezember 1917 4. Band / Reprint 1964




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